Pulled Pork aus dem Dutch Oven
Pulled Pork ohne Smoker? Im Dutch Oven geht das. Die Schulter schmort in Apfelsaft, Essig und BBQ-Sauce, bis sie sich mit zwei Gabeln zerpflücken lässt.
Klassisches Pulled Pork gart 12 Stunden und länger im Smoker. Das ist großartig – aber nicht jeder hat einen Smoker oder die Zeit dafür. Im Dutch Oven bist du in 4–5 Stunden fertig.
Der Unterschied: Das Fleisch gart nicht im Rauch, sondern in Flüssigkeit. Es wird dadurch besonders saftig. Die rauchige Note bringen Rub und BBQ-Sauce.
Das richtige Stück
Für Pulled Pork brauchst du ein Stück mit viel Fett und Bindegewebe. Am besten eignen sich Schweineschulter oder Schweinehals. Beim langen Garen schmilzt das Bindegewebe und das Fleisch zerfällt in zarte Fasern.
Mageres Fleisch wie Lende oder Schinken wird dagegen trocken und faserig.
- Fleisch: 2 kg Schweineschulter oder Schweinehals
- Garmethode: im geschlossenen Dutch Oven schmoren
- Garzeit: 4–5 Stunden bei niedriger Hitze
- Kerntemperatur: 90–95 °C zum Zupfen
Bei uns bekommst du Schweinehals für Pulled Pork oder die dicke Schweineschulter ohne Schwarte. Statt den Rub selbst zu mischen, kannst du auch unseren Pork Rub nehmen.

Pulled Pork aus dem Dutch Oven
Zutaten
Anleitung
- Vorbereiten: Tupf das Fleisch mit Küchenpapier trocken. Spül es nicht ab.
- Rub: Vermische alle Gewürze für den Rub. Reib das Fleisch damit großzügig ein und lass es mindestens 1 Stunde, besser über Nacht, im Kühlschrank ziehen.
- Anbraten: Erhitze das Öl im Dutch Oven bei mittlerer Hitze. Brate das Fleisch von allen Seiten an, bis es eine Kruste hat, und nimm es heraus.
- Flüssigkeit: Verrühre Apfelsaft, Apfelessig und BBQ-Sauce im Topf. Leg das Fleisch zurück in die Flüssigkeit.
- Schmoren: Schließ den Deckel und schmor das Fleisch bei niedriger Hitze 4–5 Stunden, bis es eine Kerntemperatur von 90–95 °C erreicht.
- Zupfen: Nimm das Fleisch heraus und zupf es mit zwei Gabeln in Stücke. Misch es mit etwas Garflüssigkeit und BBQ-Sauce.
Notizen
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Nicht abspülen
Spül das Fleisch vor dem Würzen nicht ab. Dabei verteilst du nur Keime in der Küche. Tupf es mit Küchenpapier trocken – das reicht.
Über Nacht ziehen lassen
Mindestens eine Stunde sollte der Rub einwirken. Noch besser ist eine Nacht im Kühlschrank. Das Salz zieht dann tief ins Fleisch.
Eine Kruste anbraten
Brate die Schulter von allen Seiten kräftig an, bevor die Flüssigkeit dazukommt. Diese Kruste gibt dem Fleisch und der Sauce Röstaromen.
Kerntemperatur entscheidet
Zupfen lässt sich das Fleisch erst ab 90–95 °C im Kern. Darunter ist es gar, aber noch nicht weich genug. Mehr dazu bei den Kerntemperaturen.
Herd, Backofen oder Grill?
Am gleichmäßigsten gart das Pulled Pork im Backofen. Stell den geschlossenen Dutch Oven bei etwa 140 °C hinein. Auf dem Herd stellst du die kleinste Stufe ein. Auf dem Grill nutzt du die indirekte Zone.
Wenn du doch Rauch willst: Unser Pulled Pork vom Big Green Egg zeigt die klassische Methode. Und wenn es ganz schnell gehen soll, gibt es die Pulled Pork Box sous vide – fertig gegart.
Was machst du mit Pulled Pork?
- Im Brötchen mit Coleslaw – wie bei unserem Pulled Pork Burger
- Auf Pommes – unsere Pulled Pork Loaded Fries
- Mit Kartoffelpüree und Bohnen als Hauptgericht
Reste kannst du gut einfrieren. Weitere Schmorgerichte findest du bei unseren Herbstrezepten.
Häufig gestellte Fragen
Ja. Im Dutch Oven schmort die Schulter in Flüssigkeit, bis sie zerfällt. Die rauchige Note kommt von Rub und BBQ-Sauce.
Bei 2 kg Fleisch 4–5 Stunden bei niedriger Hitze. Im Backofen sind etwa 140 °C ein guter Richtwert.
90–95 °C. Erst dann ist das Bindegewebe so weich, dass sich das Fleisch leicht zupfen lässt.
Schweineschulter oder Schweinehals. Beide haben genug Fett und Bindegewebe, um saftig zu bleiben.
Nein. Abspülen verteilt Keime in der Küche. Tupf das Fleisch einfach trocken.
Ja. Friere es portionsweise mit etwas Garflüssigkeit ein. So bleibt es beim Aufwärmen saftig.
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