Die beliebtesten Weihnachtsessen in Deutschland – die Top 10 im Überblick
Weihnachten ist in Deutschland weit mehr als ein religiöses Fest. Es ist ein kulinarischer Höhepunkt des Jahres, ein Anlass für Gemeinschaft und ein Moment, in dem Familien und Freunde an einem festlich gedeckten Tisch zusammenkommen. Jedes Jahr aufs Neue stellt sich die Frage: Was essen die Deutschen eigentlich am liebsten an Heiligabend? Eine aktuelle Umfrage von Statista liefert darauf klare Antworten. Die Ergebnisse zeigen nicht nur Traditionen, die über Generationen weitergegeben wurden, sondern auch moderne Entwicklungen und regionale Unterschiede.
Dieser Beitrag stellt die Top 10 der beliebtesten Weihnachtsessen vor und erklärt ausführlich, warum diese Gerichte so geschätzt werden, wie sie sich entwickelt haben und warum sie an Heiligabend eine so große Rolle spielen.
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Würstchen und Kartoffelsalat
Für 36 Prozent der Deutschen ist Heiligabend ohne Würstchen und Kartoffelsalat kaum denkbar. Das Gericht gilt als unkompliziert, familientauglich und lässt sich hervorragend vorbereiten. Historisch wird vermutet, dass der 24. Dezember zur Fastenzeit gehörte und daher bewusst einfach gekocht wurde, während die großen Braten erst am ersten Weihnachtsfeiertag auf den Tisch kamen. Heute überzeugt der Klassiker durch schnelle Zubereitung, durchweg hohe Beliebtheit bei Kindern und Erwachsenen und unzählige regionale Variationen des Kartoffelsalats.
02
Geflügel – Gans und Ente
Rund 26 Prozent bevorzugen an Heiligabend ein festliches Geflügelgericht. Ob Gans oder Ente, die Zubereitung ist traditionell, aromatisch und tief im kulturellen Verständnis verankert. Gefüllt mit Äpfeln, Maronen oder Backpflaumen und begleitet von Rotkohl und Klößen werden Geflügelgerichte häufig schon über Generationen in derselben Form serviert. Der Aufwand ist zwar höher, doch das Ergebnis belohnt jede Minute in der Küche.
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Raclette
Mit 14 Prozent gehört Raclette zu den geselligsten Weihnachtsgerichten. Der Vorteil liegt in der gemeinsamen Zubereitung direkt am Tisch, bei der jeder Gast seine eigenen Pfännchen nach Belieben füllt. Neben klassischem Raclettekäse werden heute Ziegenkäse, Kräuter- oder Pfefferkäse immer beliebter. Pellkartoffeln, eingelegtes Gemüse, Pilze und Fleischwürfel ergänzen das Gericht und machen es vielseitig.
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Schwein – vor allem der Schweinebraten
Ebenfalls 14 Prozent der Deutschen setzen auf Schweinefleisch, insbesondere auf den klassischen Schweinebraten. Im Vergleich zu Geflügel ist er deutlich unkomplizierter in der Zubereitung und überzeugt durch seine Wandelbarkeit. Ob Kruste aus Senf, Honig oder Pflaumenmus oder feine Saucen aus Quitten, Orangen oder Kirschen – Schweinebraten lässt viel Raum für Kreativität, bleibt aber stets familientauglich.
05
Fondue
Für 10 Prozent ist Fondue die ideale Wahl, wenn das Essen interaktiv, flexibel und gemeinschaftlich sein soll. Ob Käsefondue, Fettfondue, Brühefondue oder Wein-Sud – das Prinzip ist seit Jahrzehnten beliebt. Kaum ein anderes Gericht bietet so viele individuelle Variationsmöglichkeiten zwischen Fleisch, Käse, Fisch, Brot und Gemüse.
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Rind – Schmorbraten oder Roastbeef
Ebenfalls 10 Prozent setzen zu Weihnachten auf edles Rindfleisch. Der klassische Rinderschmorbraten und ein rosa gebratenes Roastbeef stehen hier besonders hoch im Kurs. Roastbeef passt sowohl warm als auch kalt und eignet sich hervorragend für Buffets oder mehrgängige Menüs. Rindfleisch steht für Festlichkeit und ist geschmacklich vielseitig kombinierbar.
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Fisch
Rund 10 Prozent bevorzugen ein leichtes Fischgericht am Heiligabend. Der traditionelle Weihnachtskarpfen ist in vielen Regionen fest verankert und geht auf die christliche Fastenzeit zurück. Alternativen wie Lachs, Dorade oder Steinbeißer bringen moderne Abwechslung auf den Tisch. Fischgerichte eignen sich besonders für alle, die ein edles, aber nicht zu schweres Essen bevorzugen.
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Wild
7 Prozent der Deutschen wählen an Weihnachten Wildgerichte. Wildfleisch ist aromatisch, mager und begeistert durch seine feine Struktur. Ob Reh, Hirsch, Wildschwein oder Kaninchen – Wildfleisch harmoniert hervorragend mit Rotkohl, Maronen, Pilzen oder Preiselbeeren. Es gilt als besonders festlich und eignet sich ideal für mehrgängige Menüs.
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Vegetarische Gerichte
6 Prozent verzichten bewusst auf Fleisch und setzen auf vegetarische Alternativen. Kreative Festtagsküche bietet heute unzählige Möglichkeiten: Nussbraten mit Maronen und Aprikosen, Gemüsepfannen, gefüllter Kürbis, Wirsingrouladen, orientalische Linsenbraten oder Pilzragouts. Vegetarische Gerichte stehen in puncto Geschmack und Festlichkeit ihren fleischhaltigen Pendants längst in nichts nach.
10
Sonstiges – vor allem Kurzgebratenes
14 Prozent der Befragten gaben an, keine klare Kategorie zu bevorzugen. Viele entscheiden sich für schnelle Gerichte wie Steak. Kurzgebratenes eignet sich ideal, wenn wenig Zeit bleibt oder man bewusst auf schwere Braten verzichtet. Ob rare, medium oder well done – Steaks bieten eine flexible und zeitsparende Option für den Heiligabend.
So planst du dein Weihnachtsessen
Zum Festbraten gehören die passenden Beilagen. Knödel, Blaukraut und eine kräftige Soße sind in vielen Familien gesetzt. Dazu passen Rosenkohl, Wirsing oder ein cremiges Kartoffelgratin.
Wie viel Fleisch pro Person?
Damit am Festtag nichts fehlt und nicht zu viel übrig bleibt, helfen diese Richtwerte für Erwachsene:
- Gans: 500 bis 800 g pro Person mit Knochen – eine 4- bis 5-kg-Gans reicht für 4 bis 6 Personen.
- Ente: eine Ente von 2 bis 2,5 kg für 3 bis 4 Personen.
- Braten ohne Knochen (Schweinebraten, Rinderbraten, Sauerbraten): 200 bis 250 g pro Person.
- Rouladen: eine Roulade von 180 bis 200 g pro Person, bei großem Appetit zwei.
- Raclette und Fondue: 200 bis 250 g Fleisch pro Person.
Dein Zeitplan bis zum Fest
- Zwei bis drei Wochen vorher: Menü festlegen und Gans, Ente oder Braten bestellen – zu Weihnachten sind die beliebten Stücke früh vergriffen.
- In der Woche vor dem Fest: Lieferung einplanen. Wir versenden gekühlt mit DHL oder GO! Express, die Lieferzeit liegt bei 1 bis 3 Werktagen.
- Am Vortag: Rotkohl, Soßenbasis und Füllung vorbereiten. Rouladen oder Gulasch kannst du komplett vorkochen – sie schmecken aufgewärmt sogar besser.
- Am Festtag: Fleisch eine Stunde vor dem Garen aus dem Kühlschrank nehmen und die Garzeit rückwärts vom Essenszeitpunkt planen.
Häufig gestellte Fragen
Würstchen mit Kartoffelsalat – laut Statista für 36 Prozent die erste Wahl an Heiligabend. Dahinter folgen Gans und Ente mit 26 Prozent.
Traditionell den großen Festbraten: Gans, Ente, Schweine- oder Rinderbraten, dazu Knödel und Blaukraut.
500 bis 800 g mit Knochen. Eine Gans von 4 bis 5 kg reicht für 4 bis 6 Personen.
Zwei bis drei Wochen vor dem Fest. Der gekühlte Versand dauert 1 bis 3 Werktage.
Rouladen, Gulasch, Rotkohl und die Soßenbasis lassen sich am Vortag fertig kochen. Aufgewärmt schmecken sie oft sogar besser.
Weihnachtsessen-Ideen aus unserem Magazin
Gans und Ente
- Weihnachtsgans zum Fest – vom Grill oder aus dem Backofen
- Halbe Weihnachtsgans sous vide – vorgegart, nur noch knusprig bräunen
- Gänsebrust sous vide zubereiten
- Entenbrust mit Orangensauce
- Entenbrust knusprig braten
- Entenkeulen aus dem Dutch Oven
Braten und Schmorgerichte
- Schweinebraten – saftig und knusprig
- Krustenbraten mit Kartoffelklößen
- Klassische Rinderrouladen
- Rindergulasch wie von Oma
- Geschmorte Ochsenbäckchen
- Roastbeef mit perfekter Kerntemperatur
- Sauerbraten vorgegart zubereiten
- Lammkeule in Rotwein geschmort
Wild und Geflügel
Raclette, Fondue und Beilagen
Für den gemütlichen Abend gibt es handgeschnittenes Fleisch im Raclette-Paket und im Fondue-Paket – alle Varianten findest du unter Raclette und Fondue. Als Beilage zu Braten und Gans passt unser cremiges Kartoffelgratin.
Neu im Magazin
Roastbeef mit Sauce Tatar – rosa gegrillt, kalt aufgeschnitten
Roastbeef mit Sauce Tatar: am Stück mit Beef Rub angebraten, indirekt auf 52 °C gegrillt, kalt hauchdünn aufgeschnitten. Mit Salat…
Asiatische Flanksteak-Pinwheels mit Spinat und Möhre
Asiatische Flanksteak-Pinwheels: Flank Steak mit Soja-Ingwer-Glasur, Spinat und Möhrenstreifen gefüllt, gerollt und indirekt rosa gegrillt.
Bún Thịt Nướng – vietnamesische Nudel-Bowl mit gegrilltem Schweinenacken
Bún Thịt Nướng: Schweinenacken in Fischsauce und Zitronengras mariniert, über Holzkohle gegrillt und mit Reisnudeln, Kräutern und Nuoc Cham serviert.
Entrecôte Café de Paris – Rib Eye am Knochen mit Kräuterbutter
Entrecôte Café de Paris: Dry Aged Rib Eye am Knochen, scharf gegrillt, in der Pfanne mit Butter und Rosmarin vollendet…
Shoarma von der Plancha – niederländische Art mit Tahini-Joghurt-Sauce
Shoarma nach niederländischer Art: Schweinenacken in Streifen, mit Paprika, Kreuzkümmel, Kurkuma und Zimt gewürzt und auf der Plancha knusprig gebraten.
Gyros-Spieße vom Grill – Schweinenacken in Joghurt-Marinade
Gyros-Spieße vom Grill: Schweinenacken in Joghurt, Olivenöl, Knoblauch und Gyrosgewürz mariniert und über Holzkohle gegrillt. Mit Tzatziki und Bauernsalat.
Gai Ping – Thai-Hähnchenspieße mit Kokosmilch und Nam Jim Jaew
Gai Ping: Thai-Hähnchenspieße aus Keule, mariniert in Kokosmilch, Knoblauch und Koriander, über Holzkohle gegrillt. Mit Klebreis und Nam Jim Jaew.
Frango Churrasco – brasilianisches Knoblauch-Zitronen-Hähnchen vom Grill
Frango Churrasco: ausgelöste Hähnchenkeulen in Knoblauch, Zitrone, Paprika und Oregano mariniert und knusprig gegrillt. Mit gelbem Reis und Gurkensalat.
Adana Sticks von der Plancha – würzige Hackfleischröllchen
Adana Sticks: würziges Rinderhack mit Paprika, Zwiebel, Petersilie und Chili, zu Röllchen geformt und auf der Plancha rundum knusprig gebraten.…
Birria Tacos vom Grill – geschmortes Rind mit Consomé
Birria Tacos vom Grill: Rindernacken und Short Ribs im Dutch Oven geschmort, gezupft, mit Käse in Tortillas auf der Plancha…
Wie sich Weihnachtsessen im Laufe der Zeit verändert haben
Weihnachtsessen in Deutschland sind eng mit Traditionen verbunden, doch viele Gerichte, die heute in den Top 10 stehen, haben sich über Jahrzehnte weiterentwickelt oder völlig verändert. Während früher vor allem einfache Speisen wie Fisch oder Suppen auf den Tisch kamen, prägen heute Braten, Raclette und Fondue die kulinarische Landschaft an Heiligabend. Diese Entwicklung hängt unter anderem mit dem gesellschaftlichen Wandel, dem wachsenden Wohlstand und dem größeren Angebot an Lebensmitteln zusammen. Gleichzeitig beeinflussen Trends wie Nachhaltigkeit, vegetarische Alternativen oder regionale Küche zunehmend, wie Familien ihre Festtagsmenüs gestalten. Die Mischung aus historischen Wurzeln und modernen Essgewohnheiten macht deutlich, wie vielseitig Weihnachten in Deutschland geworden ist und warum der Blick auf die beliebtesten Gerichte so spannend bleibt.
Warum bestimmte Gerichte an Heiligabend so beliebt sind
Betrachtet man die Top 10 der liebsten Weihnachtsessen, wird schnell klar, dass sie alle eine gemeinsame Eigenschaft besitzen: Sie bringen Menschen an einen Tisch. Würstchen und Kartoffelsalat überzeugen durch ihre Einfachheit und Vorbereitungssicherheit, während Raclette und Fondue für gemeinsame Erlebnisse und langes Beisammensitzen stehen. Bratenklassiker wie Schwein, Rind oder Geflügel symbolisieren dagegen Festlichkeit und besondere Anlässe. Fisch- und vegetarische Gerichte bedienen den Wunsch nach leichteren Alternativen. Der Erfolg dieser Gerichte lässt sich also nicht allein durch den Geschmack erklären, sondern vor allem durch ihre Funktion am Festtag. Heiligabend ist ein Moment des Innehaltens, an dem viele Familien Wert auf Rituale, Stabilität und gemeinsame Zeit legen – und genau das spiegeln diese Speisen wider.
Regionale Unterschiede prägen die deutsche Weihnachtsküche
Obwohl die Statistik ein deutschlandweites Gesamtbild liefert, unterscheidet sich die Weihnachtsküche regional zum Teil deutlich. In Süddeutschland ist die Weihnachtsgans stärker verbreitet, während in Norddeutschland traditionell häufiger Fisch oder Kartoffelsalat serviert wird. In vielen ländlichen Regionen haben Wildgerichte eine lange Tradition, da das Jagen früher ein fester Bestandteil der winterlichen Vorratshaltung war. Moderne Trends wie vegetarische Festtagsgerichte oder internationale Speisen finden dagegen besonders in Städten großen Anklang. Diese Vielfalt zeigt, wie eng Weihnachten mit regionalen Identitäten verknüpft ist. Wer sich mit den beliebtesten Gerichten beschäftigt, erlebt deshalb nicht nur kulinarische Favoriten, sondern auch ein Stück deutscher Kulturgeschichte.

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