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Das Tomahawk Steak richtig grillen – Die Reverse-Sear-Methode für perfekte Kerntemperatur

Ein Tomahawk-Steak in dieser Dimension (oft 1 kg+) und diesem Qualitätsniveau verdient die beste Zubereitungsmethode – und das ist ohne Zweifel das Reverse Searing. Die Methode kehrt das klassische „scharf anbraten und dann ziehen lassen" um: Erst wird das Steak schonend bei niedriger Temperatur auf Kerntemperatur gezogen, dann bei voller Hitze kurz scharf angebraten. So gelingt dir das Tomahawk perfekt – von der Kruste bis zum Kern gleichmäßig gar, saftig, ohne grauen Rand:

Vorbereitung: Das Tomahawk mindestens 1 bis 2 Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur erreicht. Trocken tupfen und ausschließlich mit grobem Meersalz würzen – Pfeffer kommt erst am Ende, sonst verbrennt er in der Hitze. Bei einem so intensiven Cut brauchst du keine komplizierten Marinaden, das Fleisch spricht für sich selbst.

Phase 1 – Indirektes Garen (ca. 45–60 Minuten): Grill oder Ofen auf 120 °C bringen (indirekte Zone). Das Tomahawk auf dem Rost platzieren, Fleischthermometer in die dickste Stelle stecken. Ziel-Kerntemperatur für medium rare: 50 bis 52 °C. Das Steak zieht langsam und gleichmäßig auf Temperatur – je nach Dicke dauert das 45 bis 60 Minuten.

Phase 2 – Scharf Anbraten (2–3 Minuten pro Seite): Sobald die Kerntemperatur bei 50 °C liegt, Grill auf volle Hitze bringen (direkte Zone, 280 °C+) oder eine gusseiserne Pfanne richtig heiß werden lassen. Das Tomahawk pro Seite 2 bis 3 Minuten scharf angrillen, bis sich eine dunkle, aromatische Kruste entwickelt. Die Kerntemperatur sollte jetzt bei 54 bis 56 °C für medium rare liegen – das ist der Sweet Spot für dieses Premium-Fleisch.

Phase 3 – Ruhen (5–10 Minuten): Steak von der Hitze nehmen, auf einem Holzbrett lose mit Alufolie abdecken und 5 bis 10 Minuten ruhen lassen. In dieser Zeit verteilen sich die Fleischsäfte gleichmäßig – der wichtigste Schritt für ein saftiges Ergebnis. Jetzt mit grob gemahlenem Pfeffer würzen, quer zur Faser in fingerdicke Scheiben schneiden und servieren.

Kerntemperaturen im Überblick: Rare 48–50 °C, Medium Rare 54–56 °C, Medium 58–60 °C, Medium Well 62–64 °C, Well Done 68 °C+. Bei einem Dry-Aged-Tomahawk empfehlen wir dringend maximal Medium Rare – alles darüber verschenkt die feinen Nuancen des gereiften Fleisches. Als Beilagen passen klassisch zum Tomahawk: Rosmarin-Kartoffeln, gegrilltes Gemüse, gebackener Knollensellerie oder einfach nur Butter-Baguette und ein kräftiger Rotwein – lass das Fleisch im Mittelpunkt stehen.

Weitere Premium-Steaks und Dry-Aged-Varianten entdecken

Das Tomahawk von der Alten Kuh ist das Flaggschiff unserer Steak-Auswahl. Für alle, die das beeindruckende Tomahawk-Erlebnis in einer anderen Variante suchen, lohnt sich der Blick auf unser Tomahawk Steak vom Rind Dry Aged (Färse) – etwas milder im Geschmack, aber genauso imposant in Optik und Größe. Für Freunde klassischer Premium-Cuts gibt's das Entrecote Rip Eye Steak Dry Aged – den gleichen Cut wie das Tomahawk, aber ohne Knochen. Wer das Maximum an Fleisch-Eindruck sucht, findet im Königsstück Dry Aged ein ganzes Stück zum Selbstreifen und Selbstschneiden. Alle Dry-Aged-Varianten gibt's in unserer Steak-Kategorie, die passende Würzung im Bereich BBQ Soßen und Rubs. Wer mehr über Dry-Aged-Reifung, Reverse Searing und die Alte Kuh wissen möchte, wird in unserem Magazin mit Fleischwissen und Rezepten fündig.

Häufig gestellte Fragen zum Tomahawk-Steak von der Alten Kuh

Die Alte Kuh ist ein Rind, das mindestens 5 bis 8 Jahre alt ist, oft auch deutlich älter. Im Gegensatz zum Jungbullen oder zur Färse hatte sie ein Leben lang Zeit, intramuskuläres Fett einzulagern und eine tiefe Aroma-Entwicklung zu durchlaufen. Das Ergebnis ist eine tiefrote Fleischfarbe, eine außergewöhnlich intensive Marmorierung und ein kräftig-nussiger Geschmack mit einer Aroma-Tiefe, die junges Rindfleisch nicht erreichen kann. In der Steak-Szene gilt Fleisch von der Alten Kuh als absolute Premium-Qualität.

Die optimale Methode ist das Reverse Searing: Zuerst das Tomahawk bei 120 °C in der indirekten Zone auf eine Kerntemperatur von 50 °C ziehen (ca. 45–60 Minuten), dann bei voller Hitze über direkter Flamme pro Seite 2–3 Minuten scharf angrillen, bis sich eine dunkle Kruste bildet. Anschließend 5–10 Minuten ruhen lassen und quer zur Faser schneiden. Die Methode sorgt für eine gleichmäßige Garung von außen bis innen ohne grauen Rand.

Für ein Dry-Aged-Tomahawk von der Alten Kuh empfehlen wir maximal Medium Rare, also 54–56 °C Kerntemperatur. Alles darüber verschenkt die feinen Nuancen des gereiften Premium-Fleisches.

Kerntemperatur-Übersicht:

  • Rare: 48–50 °C
  • Medium Rare: 54–56 °C (Empfehlung)
  • Medium: 58–60 °C
  • Medium Well: 62–64 °C
  • Well Done: ab 68 °C

Ein Fleischthermometer ist bei einem so teuren Cut absolute Pflicht.

Unser Tomahawk reift im Dry-Aged-Reifekühlraum bei 1–3 °C und rund 80 % Luftfeuchtigkeit standardmäßig 4 bis 6 Wochen. Je nach Cut und Qualität sind auch längere Reifezeiten möglich. Während der Reifung verliert das Fleisch Wasser, die Enzyme bauen Muskelgewebe ab und es entwickeln sich die typischen nussigen, fast käseartigen Reife-Aromen, die Dry-Aged-Steaks zu echten Geschmacks-Raritäten machen.

Ein Tomahawk-Steak wiegt ca. 1 bis 1,6 kg inklusive Knochen – der tatsächliche Fleischanteil liegt bei etwa 700 bis 1100 Gramm. Als Hauptgericht reicht ein Tomahawk für 2 bis 3 Personen. Dank des imposanten Auftritts eignet es sich aber auch als Highlight eines mehrgängigen Menüs für bis zu 4 Personen, wenn reichhaltige Beilagen dazu serviert werden.

Das Tomahawk-Steak stammt aus unserer eigenen Schlachtung in Sulzbach-Rosenberg. Ein Großteil unserer Rinder kommt von langjährigen Partnerhöfen, viele davon aus der Region. In der Metzgerei Lotter wird jedes Tomahawk vom Metzgermeister per Hand zugeschnitten, der lange Rippenknochen sorgfältig freigelegt (French Trim) und anschließend im Dry-Aged-Reifekühlraum gereift. Die Schlachtung im eigenen Betrieb ist ein wesentlicher Teil unseres Handwerks.