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Wildschweinkeule mit Knochen im Backofen zubereiten

  1. Wer es klassisch mag, legt die Keule am Vortag in eine Beize aus Rotwein, Zwiebeln, Wacholder und Lorbeer ein.
  2. Die Keule trocken tupfen und rundum scharf anbraten.
  3. Mit Rotwein – oder der Beize – und Wildfond aufgießen, Wurzelgemüse dazugeben.
  4. Im Ofen bei etwa 150–160 °C garen, als Richtwert rund 1,5–2 Stunden pro kg, bis der Kern etwa 75–80 °C erreicht. Am Knochen braucht sie etwas länger, gibt dafür mehr Aroma ab. Ein Bratenthermometer hilft, den Garpunkt sicher zu treffen – gemessen an der dicksten Stelle ohne Knochenkontakt.
  5. Nach dem Garen am Knochen aufschneiden und aus dem Bratensaft die Sauce ziehen.

Warum Niedrigtemperatur bei der Wildschweinkeule?

Weil die Keule ein magereres Teilstück ist, bleibt sie beim langsamen Garen bei niedriger Temperatur saftig; bei zu hoher Hitze würde das Fleisch trocken. Wildschwein wird – wie gesetzlich vorgeschrieben – auf Trichinen untersucht. Trotzdem gilt: Wildschwein bitte vollständig durchgaren, mindestens rund 70 °C im Kern. Das entspricht der Empfehlung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), das für Wildfleisch 70 °C über mindestens zwei Minuten nennt.

Wildschweinkeule grillen und smoken

Auf Grill oder Smoker gart die Keule indirekt bei etwa 130–150 °C. Als Richtwert brauchst du rund 4–5 Stunden, bis der Kern etwa 75–80 °C erreicht – je nach Größe auch länger. Vorher rundum mit dem Gewürz einreiben und am besten über Nacht durchziehen lassen.

MethodeGarraumZeit (Richtwert)Kern
Backofenetwa 150–160 °Crund 1,5–2 Std. pro kgetwa 75–80 °C
Grill/Smoker, indirektetwa 130–150 °Crund 4–5 Std.etwa 75–80 °C

Keule oder Schulter vom Wildschwein?

Keule und Schulter unterscheiden sich in Lage und Verwendung:

TeilstückLageEignet sich für
WildschweinkeuleHinterkeule, magererklassischer Braten, Niedrigtemperatur
WildschweinschulterVorderkeule, durchwachsenSchmorbraten, Gulasch, Pulled Wildschwein

Die Vorderkeule findest du als Wildschweinschulter mit Knochen, die Keule ausgelöst als Wildschweinkeule ohne Knochen und den edlen Rücken als Wildschweinrücken mit Knochen.

Beilagen zur Wildschweinkeule

Als Beilagen passen unser Blaukraut und die hausgemachten Semmelknödel, außerdem Kartoffelknödel, Spätzle, Maronen, glasierte Kastanien und Preiselbeeren. Für die Sauce ist die Wildsoße im Glas eine gute Basis. Das ganze Sortiment findest du in der Wildschwein-Übersicht.

Häufige Fragen zu Wildschweinkeule mit Knochen

Die Hinterkeule des Wildschweins und das klassische, große Bratenstück. Sie ist magerer als die Schulter und am Knochen gegart besonders aromatisch.

Ja, Schlegel ist die regional gebräuchliche Bezeichnung für die Keule. Beide meinen die Hinterkeule des Wildschweins.

Die Keule ist die magerere Hinterkeule für den klassischen Braten. Die Schulter ist die durchwachsene Vorderkeule und eignet sich zum Schmoren, für Gulasch und Pulled Wildschwein.

Scharf anbraten, mit Rotwein, Wildfond und Wurzelgemüse bei etwa 150–160 °C im Ofen garen – rund 1,5–2 Stunden pro kg, bis etwa 75–80 °C im Kern erreicht sind.

Ja, indirekt bei etwa 130–150 °C, als Richtwert rund 4–5 Stunden, bis der Kern etwa 75–80 °C erreicht. Bei niedriger Temperatur bleibt die magere Keule saftig.

Ja. Wildschwein wird vollständig durchgegart, mindestens rund 70 °C im Kern (BfR); für die Keule sind etwa 75–80 °C ein guter Richtwert. Ein Bratenthermometer hilft, sicherzugehen.

Rotkohl oder Blaukraut, Kartoffelknödel, Semmelknödel und Spätzle, dazu Maronen, glasierte Kastanien und Preiselbeeren.