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Rindergulasch perfekt zubereiten – das Geheimnis von wirklich zartem Schmorfleisch

Ein wirklich gutes Rindergulasch lebt von drei Faktoren: dem richtigen Fleisch, ausreichend Zeit und der korrekten Schmortechnik. Unser handgeschnittenes Gulaschfleisch ist mit 4 Wochen Reifung bereits eine ideale Basis – jetzt zählt die Zubereitung. Erster Schritt: das Fleisch vor dem Anbraten gut trocken tupfen und in mehreren Portionen scharf anbraten (NICHT überladen, sonst kocht es statt zu bräunen!). Diese Maillard-Reaktion ist der entscheidende Aromabringer und sorgt für die typische tiefe Farbe der Sauce. Anschließend reichlich Zwiebeln (klassisch ein Teil Zwiebel pro Teil Fleisch – also bei 600 g Gulasch ca. 600 g Zwiebeln!) in derselben Pfanne goldbraun anschwitzen, Tomatenmark mitrösten, Paprikapulver edelsüß und scharf zugeben. Mit Rotwein oder dunklem Bier ablöschen, mit kräftigem Rinderfond auffüllen, Lorbeer, Kümmel, Majoran, Knoblauch und einen Streifen Zitronenschale hinzugeben. Nun das Entscheidende: bei NIEDRIGSTER Hitze (gerade so, dass die Sauce leicht simmert, nicht kocht) mindestens 2,5 bis 3 Stunden geschlossen schmoren lassen, idealerweise im Ofen bei 140 bis 150 °C. Wer das Fleisch kocht, bekommt es niemals zart – der Trick ist die langsame, sanfte Bindegewebs-Auflösung. Profi-Tipp: Gulasch schmeckt am zweiten Tag noch besser – wer kann, kocht es einen Tag vorher und erwärmt es vor dem Servieren langsam wieder auf.

Wiener Saftgulasch, Ungarisches Gulasch oder Boeuf Bourguignon – welche Variante passt?

Drei klassische Gulasch-Schulen, drei sehr unterschiedliche Charaktere: Das Wiener Saftgulasch lebt von 1:1 Zwiebeln zu Fleisch, viel edelsüßem Paprika und einer langen Schmorzeit – die Sauce wird durch die Zwiebeln gebunden, nicht durch Mehl, und ist tiefdunkel und sämig. Klassisch zu Semmelknödel oder mit Spiegelei als „Fiakergulasch". Das Ungarische Gulasch (Pörkölt oder Gulyás) verwendet zusätzlich Kümmel, mehr scharfen Paprika, oft auch Paprikaschoten und Tomaten – kräftiger, würziger, oft suppiger. Das französische Boeuf Bourguignon dagegen ersetzt den Paprika durch Rotwein (klassisch Burgunder), Speckwürfel, Champignons und Perlzwiebeln, gewürzt mit Thymian und Lorbeer – mediterraner, eleganter, mit ausgeprägter Wein-Note. Alle drei funktionieren bestens mit diesem Gulaschfleisch. Als Beilagen passen klassisch Semmelknödel (Wiener Tradition), Spätzle, Salzkartoffeln oder Bandnudeln, dazu Blaukraut oder grüner Salat – und nie schaden Saucenbrot zum Auftunken und ein Glas Spätburgunder.

Häufig gestellte Fragen zu Gulaschfleisch vom Rind

Unser Gulaschfleisch wird aus den klassischen Schmorpartien des Rinds geschnitten: Schulter, Wade (Wadschinken) und Halsstücke. Diese Cuts haben einen höheren Bindegewebsanteil, der beim langsamen Schmoren zu Gelatine zerfällt – das ist genau, was eine sämige Gulasch-Sauce braucht.

Magere, sehnenarme Cuts wie Filet oder Roastbeef sind FÜR Gulasch ungeeignet, da sie beim Schmoren trocken werden. Das Fleisch wird 4 Wochen am Stück gereift, was es deutlich zarter und aromatischer macht, und anschließend in der Metzgerei Lotter von Hand in küchenfertige Würfel geschnitten.

Mindestens 2,5 bis 3 Stunden bei NIEDRIGER Hitze – das ist nicht verhandelbar. Das Bindegewebe im Schmorfleisch braucht Zeit, um sich zu Gelatine aufzulösen und das Fleisch zart zu machen. Wer das Gulasch heiß kocht, bekommt es niemals zart, egal wie lange.

Ideale Schmormethoden: Im Ofen bei 140 bis 150 °C zugedeckt schmoren, oder auf dem Herd bei niedrigster Stufe gerade so, dass die Sauce leicht simmert.

Profi-Tipp: Gulasch schmeckt am zweiten Tag noch besser, da sich die Aromen über Nacht verbinden – einen Tag vor dem Servieren kochen lohnt sich.

Alle drei sind Rinder-Schmorgerichte mit gewürfeltem Fleisch – sie unterscheiden sich in Würzung und Charakter:

  • Wiener Saftgulasch: 1:1 Zwiebeln zu Fleisch, viel edelsüßes Paprika, KEINE Mehlbindung – die Sauce wird durch die langsam zerfallenden Zwiebeln dunkel und sämig
  • Ungarisches Gulasch (Pörkölt / Gulyás): ergänzt mit Kümmel, mehr scharfem Paprika, oft Paprikaschoten und Tomaten – kräftiger, würziger, manchmal suppiger
  • Boeuf Bourguignon (französisch): ersetzt den Paprika durch Rotwein (Burgunder), Speckwürfel, Champignons und Perlzwiebeln, gewürzt mit Thymian und Lorbeer – eleganter und mediterraner

Alle drei funktionieren perfekt mit handgeschnittenem Gulaschfleisch vom Oberpfalz-Rind.

Faustregel: ca. 150 bis 200 g Gulaschfleisch pro Person als Hauptgang mit Beilagen. Beim Schmoren verliert das Fleisch ca. 30 Prozent an Gewicht, sodass 200 g rohes Gulaschfleisch ca. 140 g gegartes Fleisch pro Person ergeben.

  • 600-g-Packung: reicht für 3 bis 4 Personen
  • 1 kg: für 5 bis 6 Personen
  • 2 kg: für 10 bis 12 Personen
  • 3 kg: für 15 bis 18 Personen

Für Gulaschsuppe rechnet man weniger – ca. 80 bis 100 g pro Person reichen, da die Suppe durch Brühe und Gemüse gestreckt wird.

Drei entscheidende Faktoren machen Gulasch besonders zart:

  1. Das richtige Fleisch: bindegewebsreiche Cuts wie Schulter und Wade, mindestens 3 bis 4 Wochen gereift
  2. Die richtige Garmethode: NICHT kochen, sondern bei niedrigster Hitze 2,5 bis 3 Stunden sanft schmoren
  3. Ausreichend Flüssigkeit: das Fleisch sollte halbwegs bedeckt sein und während des Schmorens nicht trocken werden

Zusatztipps:

  • Das Fleisch vor dem Schmoren in mehreren Portionen scharf anbraten (Maillard-Reaktion!)
  • Tomatenmark mitrösten
  • Einen Schuss Säure (Rotwein, Bier oder Essig) für das Bindegewebe zugeben
  • Das Gulasch am Tag vor dem Servieren kochen – das Wiederaufwärmen macht es noch zarter

Das vakuumierte Gulaschfleisch gehört direkt nach Erhalt in den Kühlschrank bei maximal +5 °C und ist dort ungeöffnet mindestens 14 Tage haltbar. Im Gefrierfach bleibt es bis zu 5 Monate frisch – am besten portionsweise einfrieren, falls noch nicht in der gewünschten Menge gekauft.

Zum Auftauen empfiehlt sich 1 bis 2 Tage schonendes Auftauen im Kühlschrank für die beste Textur und Saftigkeit. Fertig gegartes Gulasch hält im Kühlschrank 3 bis 4 Tage und schmeckt nach einer Nacht oft noch besser. Auch das fertige Gulasch lässt sich problemlos einfrieren und ist somit perfekte Vorratshaltung.