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Welche Cuts entstehen beim Rinderrücken ohne Filet?

Aus dem Rücken ohne Filet entstehen die knochengereiften Rückencuts – nur eben ohne Filet-Komponente.

  • Hohe Rippe: Bone-In Rib Eye Steaks, Rib Eye Steaks ohne Knochen oder der ganze Strang als Côte de Boeuf für 6 bis 8 Personen. Bleibt der Rippenknochen lang, werden daraus Tomahawk-Steaks.
  • Roastbeef-Strang: im Ganzen als „Standing Rib Roast“ am Knochen oder portioniert als Rumpsteaks bzw. Roastbeef-Steaks, auch Sirloin oder Striploin genannt.
  • Knochen: für Beef Bones, Markknochen, Fond und Brühe.

T-Bone- und Porterhouse-Steaks lassen sich aus diesem Rücken nicht schneiden, weil dafür das Filet am Knochen nötig ist. Dafür gibt es den Rinderrücken ganz Dry Aged mit Knochen und Filet.

Rinderrücken zerlegen und zubereiten

Beim Zerlegen den Rücken bei 1 bis 3 °C halten, kaltes Fleisch schneidet sich leichter. Mit scharfem Ausbeinmesser und Knochensäge am Übergang von Rib-Eye- zu Roastbeef-Strang teilen, dann nach Wunsch portionieren. Die dunkle, feste Reifekruste wird vor dem Portionieren großzügig abgeschnitten.

Für die Steaks am Knochen empfiehlt sich Reverse Searing: bei 110 bis 130 °C indirekt vorgaren, dann bei sehr hoher Hitze scharf anbraten. Dazu passen grobes Meersalz, schwarzer Pfeffer, ein Klecks Bärlauch-Butter oder eine kräftige Rotwein-Schalotten-Reduktion. Rezeptideen aus dem Magazin: Dry Aged Bone-In Ribeye mit roter Chimichurri für den vorderen Strang und das Roastbeef-Rezept Schritt für Schritt für den hinteren.

Für wen eignet sich die Variante ohne Filet?

Sie passt zu allen, die vor allem Rib Eye und Rumpsteak schneiden möchten: Grillteams, Steakhouse-Betreiber, Hobbygriller mit eigenem Reifeschrank oder Familien, die das Filet nicht brauchen oder lieber separat kaufen – zum Beispiel als Filet am Stück von der alten Kuh. Wer keine 19 kg verarbeiten möchte, findet den vorderen Teil des Rückens als Côte de Boeuf am Stück mit ca. 4 kg, ebenfalls am Knochen gereift.

Häufige Fragen zu Rinderrücken ohne Filet

Zwei Stränge am Knochen: vorne die Hochrippe mit dem Rib Eye, hinten das Roastbeef. Das Filet ist ausgelöst und nicht enthalten. Der Rücken wiegt ca. 19 kg, stammt von Färsen und aus eigener Schlachtung der Metzgerei Lotter in Sulzbach-Rosenberg.

Mindestens 4–6 Wochen am Knochen, bei 1–3 °C und rund 80 % Luftfeuchtigkeit. Außen bildet sich dabei eine dunkle, feste Kruste, die vor dem Portionieren abgeschnitten wird.

Rib Eye Steaks mit oder ohne Knochen, Côte de Boeuf und Tomahawks aus der Hochrippe sowie Rumpsteaks oder ein ganzes Roastbeef aus dem hinteren Strang. T-Bone und Porterhouse sind ohne Filet nicht möglich.

Für Grillteams, Gastronomen und Familien, die vor allem Rib Eye und Rumpsteak schneiden möchten und das Filet nicht brauchen oder separat kaufen.

Nach dem Auslösen der Knochen und dem Abschneiden der Reifekruste bleiben als Richtwert rund 12–14 kg Steakfleisch. Das reicht für ein Grillfest mit 25 bis 30 Gästen oder für drei bis vier Haushalte bei einer Sammelbestellung.

Bis zum Zerlegen vakuumiert im Kühlschrank bei maximal +5 °C, ungeöffnet ist er mindestens 12 Tage haltbar. Er lässt sich einfrieren, dafür in Steaks oder Stränge schneiden und portionsweise vakuumieren. Bratenstücke vom Rind halten sich tiefgekühlt bei −18 °C etwa 10–12 Monate, Steaks etwa 6–8 Monate (Richtwerte des Bundeszentrums für Ernährung).

Rinderücken ganz  Dry Aged mit Knochen ohne Filet aus der Reifekammer der Metzgerei Lotter

Aus der Reifekammer

Warum Dry Aged anders schmeckt

Beim Trockenreifen lagert das Fleisch am Stück offen in unserer Reifekammer. Es verliert Wasser, der Geschmack wird kräftiger und nussiger, die Fasern werden mürbe. Erst danach portionieren wir von Hand.

Temperatur
1–3 °C
Luftfeuchtigkeit
rund 80 %
Reifezeit, mindestens
4–6 Wochen