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Knochenbrühe selber machen – die richtige Anleitung für Bone Broth aus Markknochen

Eine echte Knochenbrühe (im englischen Sprachraum als Bone Broth bekannt und im Health-Food-Bereich seit Jahren gefeiert) ist mehr als nur eine schnelle Suppe – sie ist ein langsam ausgekochter Konzentrat-Fond, der durch die mehrstündige Garzeit Kollagen, Gelatine und Mineralstoffe aus den Markknochen löst. Für eine echte Brühe die Suppenknochen zunächst bei 220 °C im Backofen 30 bis 40 Minuten rösten, bis sie tief gebräunt sind – das gibt der späteren Brühe die typisch dunkle Farbe und konzentrierte Aromatik. Anschließend mit Wurzelgemüse (Zwiebel, Karotte, Sellerie, Lauch), Lorbeer, Pfefferkörnern und einem Schuss Apfelessig (hilft, die Mineralien aus dem Knochen zu lösen) in einen großen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und LANGSAM zum Sieden bringen. Dann mindestens 6 bis 8 Stunden für eine kräftige Brühe, oder 12 bis 24 Stunden für eine echte Bone Broth bei sehr niedriger Temperatur köcheln lassen – nicht stark kochen, sonst wird die Brühe trüb. Den entstehenden Schaum in den ersten 30 Minuten regelmäßig abschöpfen. Am Ende absieben, abkühlen lassen und das erstarrte Fett von der Oberfläche abnehmen. Eine richtig gemachte Brühe geliert im Kühlschrank wie Wackelpudding – das ist das Zeichen für hohen Kollagen-Gehalt. Sie hält sich 5 Tage im Kühlschrank oder lässt sich portionsweise einfrieren und ist die Basis für jede Suppe, Sauce oder als Trinkbrühe pur. Wer den Aroma-Boost zusätzlich verstärken möchte, kann sie mit einer Beinscheibe oder einem Stück Bärlauch-Butter für die fertige Suppe kombinieren.

Knochenmark als Vorspeise – die unterschätzte Delikatesse aus dem Ofen

Was viele nicht wissen: Das eigentliche Knochenmark im Inneren der Markknochen ist eine eigenständige Delikatesse, die in der gehobenen Küche als Beef Bone Marrow gefeiert wird. Die Zubereitung ist einfach: Die Markknochen mit der Schnittseite nach oben in eine Auflaufform legen, mit grobem Meersalz und schwarzem Pfeffer würzen und bei 220 °C Ober-/Unterhitze im vorgeheizten Backofen 15 bis 20 Minuten rösten, bis das Mark glasig und weich ist (aber noch nicht zerfließt). Mit Röstbrot, einer Prise Fleur de Sel und etwas Petersilie servieren – das Mark wird mit einem Teelöffel aus dem Knochen gelöffelt und auf das Brot gestrichen. Es schmeckt buttrig, nussig und reichhaltig, mit einer fast cremigen Konsistenz. Wer mehr Fleisch zur Suppe möchte, kann die Knochen mit einer Beinscheibe vom Rind oder einer Querrippe kombinieren – beides klassische Suppenfleisch-Cuts vom Oberpfalz-Rind, die mit den Markknochen zusammen gegart eine besonders kräftige Wiener Rindssuppe ergeben.

Häufige Fragen zu Suppenknochen mit Mark

Suppenknochen mit Mark sind die Basis für eine klassische Rindssuppe oder Wiener Rindssuppe mit Wurzelgemüse. Lange ausgekocht werden sie zu einer Knochenbrühe, die beim Abkühlen geliert. Im Ofen geröstet ergibt das Mark eine Vorspeise auf Röstbrot. Außerdem kochst du daraus einen Rinderfond für Soßen und Schmorgerichte. Die Knochen stammen aus eigener Schlachtung der Metzgerei Lotter in Sulzbach-Rosenberg.

Für eine kräftige Rindssuppe reichen 4–6 Stunden. Eine Knochenbrühe oder Bone Broth lässt du 12–24 Stunden bei sehr kleiner Hitze ziehen, sie soll nur leise simmern und nicht sprudelnd kochen. Je länger sie zieht, desto mehr Gelatine löst sich aus Knochen und Bindegewebe. Eine gut gekochte Brühe wird im Kühlschrank fest wie Sülze.

Für eine klare, helle Rindssuppe blanchierst du die Knochen kurz in kochendem Wasser, gießt ab und setzt sie dann kalt neu auf. So bleibt die Brühe klar. Für eine dunkle Brühe oder einen Fond röstest du sie stattdessen bei etwa 220 °C 30–40 Minuten im Ofen. Die Röstaromen geben Farbe und Tiefe.

Ja, Knochenmark ist essbar und in vielen Küchen eine klassische Vorspeise. Es schmeckt buttrig, leicht nussig und schmilzt auf der Zunge. Röste die Markknochen bei 220 °C etwa 15–20 Minuten, würz sie mit grobem Meersalz und Pfeffer und lös das Mark mit einem Teelöffel heraus. Auf geröstetem Brot mit Petersilie oder einem Spritzer Zitrone servieren.

Als Faustregel rechnest du rund 500 g Markknochen auf 2–3 Liter Wasser. Eine Packung mit 450 g und 3 Stück ergibt damit gut 2 Liter kräftige Brühe, genug für eine Suppe für 4–6 Personen. Mehr Fleischgeschmack bekommt die Brühe, wenn du eine Beinscheibe vom Rind mit auskochst, wie bei der klassischen Wiener Rindssuppe.

Leg die vakuumierten Suppenknochen nach der Lieferung gleich in den Kühlschrank, wie lange sie halten, steht auf dem Etikett. Du kannst sie auch ungeöffnet einfrieren. Die fertige Brühe hält im Kühlschrank einige Tage und lässt sich gut portionsweise einfrieren, in Eiswürfelformen für Soßen oder in Schraubgläsern für ganze Suppenportionen.