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Eingelegten Sauerbraten vom Metzger zubereiten

Bei der Keule gilt: nicht zu stark garen, damit sie saftig bleibt.

  1. Den Sauerbraten aus der Beize nehmen, trocken tupfen und in einem schweren Bräter in heißem Butterschmalz rundum scharf anbraten.
  2. Grob gewürfeltes Wurzelgemüse (Karotten, Sellerie, Zwiebeln, Lauch) anrösten, mit der gesiebten Beize ablöschen und mit Rinderfond oder einem Schuss Rotwein auffüllen, bis das Fleisch zu zwei Dritteln bedeckt ist.
  3. Bei 140–150 °C im Backofen zugedeckt schmoren, als Faustregel anderthalb Stunden pro Kilogramm.
  4. Den Braten 10 Minuten ruhen lassen und gegen die Faser in fingerdicke Scheiben tranchieren.
  5. Den Sud passieren, das Gemüse durchdrücken, mit kalter Butter binden und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Für eine süß-säuerliche Note etwas Pumpernickel oder Lebkuchen in die Sauce reiben.

Welche Kerntemperatur braucht Sauerbraten aus der Keule?

Bei 85–88 °C ist die Keule zart, aber noch fest genug zum Tranchieren. Wer höher schmort – über 90 °C wie bei der Schulter –, riskiert ein trockenes Ergebnis.

SauerbratenKerntemperaturErgebnis
Rinderkeule85–88 °Czart und schnittfest
Rinderschulterüber 90 °Czerfallend zart

Rinderkeule oder Rinderschulter für den Sauerbraten?

Die Rinderschulter-Variante ist bindegewebs- und fettreicher und zerfällt beim langen Schmoren in butterzarte Stücke – der Schmorbraten, den man mit der Gabel zerteilt. Die Keule ist magerer, hält ihre Form und lässt sich in Tranchen schneiden. Faustregel: Wer mit der Gabel essen will, nimmt die Schulter, wer Tranchen mag, die Keule. Beide gibt es in 1, 2, 3 oder 4 kg.

Sauerbraten anrichten: Beilagen und Getränke

Die Tranchen leicht überlappend auf den Teller legen, mit dunkler Sauce nappieren, daneben ein Kloß und etwas Blaukraut. Klassisch sind Kartoffelklöße, Semmelknödel, Spätzle oder Salzkartoffeln, dazu Rosenkohl oder Apfelmus und ein Spätburgunder oder fränkisches Dunkelbier. Wenn es schnell gehen soll, rundet die Sauerbratensoße im Glas die Sauce ab. Keine Zeit zum Schmoren? Dann ist der Sauerbraten vorgegart eine Alternative. Mehr Ideen fürs Festtagsmenü: beliebte Weihnachtsessen in Deutschland.

Häufige Fragen zu eingelegter Sauerbraten

Die Keule ist mager und feinfaserig. Beim Schmoren hält sie ihre Form und lässt sich in saubere Tranchen schneiden, die feine Faser nimmt die Aromen der Essig-Beize gut auf.

Die Schulter ist bindegewebsreicher und zerfällt beim Schmoren in sehr zarte Stücke. Die Keule ist magerer, behält ihre Form und lässt sich in fingerdicke Tranchen schneiden.

Trocken tupfen, anbraten, Wurzelgemüse anrösten, mit gesiebter Beize und Rinderfond aufgießen und bei 140–150 °C zugedeckt etwa anderthalb Stunden pro Kilogramm schmoren, bis rund 85–88 °C Kerntemperatur erreicht sind.

Kartoffelklöße, Semmelknödel, Spätzle oder Salzkartoffeln, dazu Blaukraut bzw. Rotkohl, Rosenkohl oder Apfelmus.

Als Faustregel 200 bis 250 g rohes Fleisch pro Person als Hauptgang mit Beilagen, gerechnet mit dem Rohgewicht. Bei rund 250 g pro Person reicht 1 kg für etwa 4 Personen, 4 kg für etwa 16.

Ja, direkt nach Erhalt. Ungeöffnet ist er bei höchstens +5 °C mindestens 11 Tage ab Kauf haltbar. Für den fertig geschmorten Braten gelten die Hinweise auf der Verpackung.

Ja, er lässt sich mit oder ohne Beize einfrieren. Zum Auftauen 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank einplanen.