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Wiener Rindssuppe mit Rinderbrustknochen – Schritt für Schritt

Eine Wiener Rindssuppe besteht aus zwei Teilen: einer klaren, kräftigen Brühe und einem weich gekochten Suppenfleisch. Rinderbrustknochen bringen dafür Knorpel vom Brustbein, etwas Mark und kleine Fleischanteile mit. Der Knorpel gibt beim langen Ziehen Gelatine ab, die Brühe wird dadurch kräftig und leicht sämig. Die Knochen stammen aus eigener Schlachtung der Metzgerei Lotter in Sulzbach-Rosenberg.

So kochst du die Suppe – für 4–6 Personen

  • Ansetzen: Die Brustknochen mit rund 3 Litern kaltem Wasser aufsetzen und langsam zum Sieden bringen. Sprudelndes Kochen macht die Brühe trüb.
  • Abschäumen: In den ersten 30 Minuten den aufsteigenden Schaum regelmäßig abschöpfen.
  • Würzen: Eine halbierte Zwiebel mit Schale auf der Schnittfläche in einer trockenen Pfanne dunkel anrösten. Mit 1 Karotte, einem Stück Sellerie, einer halben Stange Lauch, 2 Lorbeerblättern, Pfefferkörnern und ein paar Wacholderbeeren in den Topf geben.
  • Ziehen lassen: Bei kleinster Hitze 3–4 Stunden leise simmern lassen. Für den Hauptgang gart ein Stück Tafelspitz in den letzten 2,5–3 Stunden mit.
  • Abseihen: Durch ein feines Sieb oder ein Tuch gießen, das Fett abschöpfen und erst jetzt mit Salz abschmecken.

Als Einlage passen Frittaten, Grießnockerl, Leberknödel, Markklößchen oder fein geschnittenes Wurzelgemüse.

Brustknochen oder Markknochen? Was in den Topf gehört

Brustknochen liefern durch Knorpel und Fleischanteile eine sämige, fleischige Brühe für die klassische Rindssuppe. Die Suppenknochen mit Mark aus den Röhrenknochen bringen mehr Mark mit und eignen sich für Bone Broth oder geröstetes Mark als Vorspeise. Beides zusammen im Topf ergibt eine Brühe mit Tiefe und Bindung. Mehr Suppenfleisch bekommst du mit einer Beinscheibe vom Rind. Die fertige Brühe kannst du portionsweise in Gläsern oder Eiswürfelformen einfrieren, als Basis für Soßen und Schmorgerichte.

Häufig gestellte Fragen zu Rinderbrustknochen

Rinderbrustknochen sind die Knochen aus dem Brustbereich des Rinds – kombiniert mit Markknochen-Anteilen. Im Gegensatz zu reinen Markknochen (Röhrenknochen) bringen die Brustknochen zusätzlich Brustbein-Knorpel und kleine Fleischanteile mit. Das macht sie ideal für klassische Rindssuppen und Kraftbrühen, denen sie nicht nur Aroma, sondern auch natürliche Gelatine für die sämige Konsistenz verleihen.

Hauptanwendungen: Wiener Rindssuppe, traditionelle Kraftbrühe, Rinderfond für Saucen und Schmorgerichte, Pho-Basis.

Markknochen sind die Röhrenknochen aus dem Bein des Rinds – sie enthalten im Inneren das Knochenmark, das beim Auskochen für Cremigkeit sorgt und auch separat als Vorspeise (im Ofen geröstet) gegessen werden kann.

Rinderbrustknochen kommen aus dem Brustbereich – sie haben weniger reines Mark, dafür Brustbein-Knorpel und kleine Fleischanteile.

Beide eignen sich für Brühen, aber:

  • Markknochen = erste Wahl für Bone Broth und Knochenmark-Vorspeisen
  • Brustknochen = klassische Wahl für eine kräftige, sämige Rindssuppe mit Suppenfleischcharakter

Im Produkt enthalten sind übrigens Brust- UND Markknochen kombiniert.

Wichtige Klarstellung: Bei den Rinderbrustknochen handelt es sich um die KNOCHEN aus dem Brustbereich, nicht um das Brustfleisch. Das Brustfleisch (oft als Brisket oder Suppenfleisch aus der Brust bezeichnet) ist ein eigenes Produkt – ein magerer, langfaseriger Cut, der z.B. für Smoker-Brisket, Eintöpfe oder Sauerbraten verwendet wird.

Die Brustknochen sind hingegen primär für die Suppenherstellung gedacht. Kleinere Fleischanteile sind an den Knochen vorhanden und lösen sich beim Auskochen, der Hauptzweck ist aber die Brühe.

Faustregel: ca. 450 g Knochen pro 2 bis 3 Liter Wasser ergeben eine kräftige Brühe für 4 bis 6 Personen als Hauptgang-Suppe. Mit einer Packung (450 g, 3 Stück) ist man genau in dieser Mengenrange.

Für eine besonders kräftige Brühe oder mehr Personen die Knochen mit einer Beinscheibe, Querrippe oder einem Stück Suppenfleisch (Tafelspitz) kombinieren – das fügt sowohl Aroma als auch ein hochwertiges Stück Fleisch für die klassische „Wiener Suppe" hinzu. Die Brühe lässt sich portionsweise einfrieren und ist mehrere Wochen haltbar.

Für eine klassische Rindssuppe reichen 3 bis 4 Stunden bei niedrigster Hitze – die Brühe sollte nur leicht simmern, NICHT stark kochen, sonst wird sie trüb. Wichtig ist, in den ersten 30 Minuten regelmäßig den entstehenden Schaum abzuschöpfen.

Wer eine besonders intensive Kraftbrühe möchte, kann die Garzeit auf 6 bis 8 Stunden verlängern. Wenn Suppenfleisch mitgekocht wird, dieses nach 2 bis 3 Stunden auf Garheit prüfen (mit einer Gabel testen – das Fleisch sollte gerade so vom Knochen lösen) und vorsichtig herausnehmen, damit es nicht zerfällt.

Klassische österreichische und bayerische Suppeneinlagen für die Wiener Rindssuppe:

  • Frittaten (in feine Streifen geschnittene Pfannkuchen)
  • Grießnockerln
  • Leberknödel
  • Markklößchen (aus dem Knochenmark der Markknochen!)
  • Eierstich, Backerbsen
  • Oder einfach feingeschnittene Karotten, Lauch und Sellerie

Dazu wird das mitgekochte Suppenfleisch separat als Hauptgang serviert, klassisch mit Apfelkren (geriebener Apfel mit Meerrettich), Schnittlauchsauce, geschmälzten Kartoffeln und gegebenenfalls Rote Bete. Eine echte österreichische Tafelspitz-Mahlzeit.