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Die 6 Special Cuts im Detail – Ein Crashkurs für Steak-Kenner

Jeder der 6 Cuts im Paket hat seine eigene Geschichte, seinen eigenen Charakter und seine eigene perfekte Zubereitung. Hier lernst du sie alle kennen – damit du genau weißt, was du auf den Tisch bringst, wenn du das Paket deinen Gästen servierst:

1. Flank Steak (800 g) – Das faserige Aromabündel

Das Flank Steak stammt aus dem Bauchbereich des Rinds, unterhalb der Lende. Es hat einen unverkennbar langen Faserverlauf und einen intensiven, „beefigen" Geschmack. In den USA ist es Grundlage des klassischen London Broil, in Mexiko das Fleisch für Carne Asada. Der Trick bei der Zubereitung: Kurz und heiß grillen (je Seite 2–3 Min. bei 260 °C), medium rare servieren, dann quer zur Faser in dünne Scheiben schneiden. Wer mit der Faser schneidet, bekommt ein zähes Ergebnis. Ideal für Steak-Salate, Tacos oder als „Star" auf einem Fleisch-Brett.

2. Hanging Tender / Onglet (700 g) – Der „Butcher's Cut"

Der Hanging Tender (auch Onglet oder Nierenzapfen) sitzt am Zwerchfellpfeiler zwischen Lunge und Leber. Er ist nur 1 Stück pro Rind zu bekommen – und hat einen der tiefsten, leberartig-würzigen Rindfleisch-Geschmäcker überhaupt. In Frankreich heißt er „Onglet du boucher" („Onglet des Metzgers"), weil Metzger ihn traditionell für sich selbst behielten. Zubereitung: Kurz und sehr heiß (je Seite 2 Min. bei 280 °C), medium rare servieren, quer zur Faser schneiden. Klassischerweise mit Schalotten-Rotwein-Jus serviert. Für Fans intensiver Geschmäcker.

3. Teres Major (500 g) – Das „zweite Filet"

Der Teres Major (auch Mock Tender oder „Metzger's Filet" genannt) sitzt in der Schulter des Rinds und ist nach dem Filet der zarteste Muskel am ganzen Rind – aber zu einem Bruchteil des Filet-Preises. Die Zubereitung ist dankbar: Als ganzes Stück anbraten (je Seite 2 Min.), dann bei 160 °C im Ofen auf 54 °C Kerntemperatur ziehen. Oder in dicken Medaillons à 2,5 cm in der Pfanne braten. Der Cut, den du bedenkenlos auch Steak-Einsteigern servieren kannst – er schmeckt jedem.

4. Inside Skirt (450 g) – Der Texas-BBQ-Klassiker

Das Inside Skirt (Saumfleisch) stammt aus dem Zwerchfell-Bereich und hat das intensivste Rindfleisch-Aroma aller 6 Cuts. In Texas ist Skirt Steak die absolute Lieblings-Grillfleisch-Wahl – für Fajitas, Tacos oder als pures Grillsteak. Zubereitung: Sehr kurz und sehr heiß grillen (je Seite 90 Sek. bis 2 Min. bei 280 °C!), medium rare servieren, quer zur Faser schneiden. Vorher kurz marinieren (Limette, Knoblauch, Chili) hebt den Geschmack nochmal. Der „lauteste" Cut im Paket – wer intensive Aromen liebt, wird begeistert sein.

5. Chuck Flap Edge Teppanyaki Cut (300 g) – Die japanische Schule

Der Chuck Flap Edge sitzt oberhalb des Ribeye in der Schulter und ist besonders stark marmoriert – die feine Fett-Durchzugsstruktur, die ihn so saftig macht. Der „Teppanyaki Cut" bezeichnet die japanische Schnittführung: dünne Scheiben, die auf einer heißen Platte oder in der Pfanne in Sekundenschnelle gegart werden. Genau dafür ist dieses 300-g-Stück perfekt. Zubereitung: Die Scheiben auf einer heißen Platte/Plancha je Seite 30–45 Sekunden grillen, mit etwas Salzflocken und einem Hauch Sojasauce servieren. Japanisches Restaurant-Erlebnis zuhause.

6. Spider Steak (500 g) – Der versteckte Star

Das Spider Steak ist das seltenste und gleichzeitig am wenigsten bekannte Cut dieses Pakets. Es sitzt an der Rinder-Hüfte, direkt am Knochen, und hat ein charakteristisches spinnwebartiges Fett-Muster (daher der Name). Pro Rind gibt's nur wenige hundert Gramm – weshalb es in Supermärkten praktisch nie zu finden ist. Der Cut ist sehr zart mit einem delikaten Rindfleisch-Aroma, das zwischen Filet und Entrecôte liegt. Zubereitung: Kurz und heiß anbraten (je Seite 2 Min.), medium rare servieren. Der „Geheimtipp" unter den Metzgern.

Das Steak-Tasting-Menü – So servierst du die 6 Cuts richtig

Ein Steak-Tasting lebt von der Reihenfolge und Menge pro Gast. Bei 4 Personen kannst du alle 6 Cuts als einzelne Gänge servieren, bei 6 Personen als „Flight" in kleinen Portionen. Die richtige Reihenfolge ist dabei entscheidend – wie bei einer Weinprobe solltest du vom Milden zum Intensiven arbeiten:

  1. Gang 1 – Teres Major: Der zarte Einstieg. Kräftiger Rindfleisch-Geschmack ohne Dominanz.
  2. Gang 2 – Spider Steak: Der feine, delikate Cut. Zeigt die Zartheit und Eleganz.
  3. Gang 3 – Chuck Flap Edge (Teppanyaki): Die japanische Schule mit starker Marmorierung – fruchtiges Mundgefühl.
  4. Gang 4 – Flank Steak: Faseriger Charakter, deutlich intensiver – die amerikanische BBQ-Schule.
  5. Gang 5 – Hanging Tender: Der erste wirklich kräftige Cut. Leberartige Tiefe.
  6. Gang 6 – Inside Skirt: Der intensivste Cut zum Schluss. Texas-Style Höhepunkt.

Portions-Tipp: Bei 4 Personen im Tasting-Format: je Cut ca. 100–150 g pro Person (das Paket mit 3.250 g reicht dafür exakt). Bei 6–8 Personen beim Grillabend: Alle Cuts gemeinsam auf den Grill, dann in dünnen Scheiben quer zur Faser auf einem großen Holzbrett anrichten und gemeinsam probieren.

Die richtige Reihenfolge auf dem Grill

Beim gleichzeitigen Grillen aller Cuts auf einem Grill ist das Timing entscheidend, weil die Cuts unterschiedliche Garzeiten haben:

  1. Zuerst (2–3 Min. je Seite): Flank Steak und Hanging Tender – die stärkeren Cuts
  2. Dann (2 Min. je Seite): Teres Major und Spider Steak – die mittleren Cuts
  3. Am Ende (90 Sek. je Seite): Inside Skirt – sehr kurz, sehr heiß
  4. Ganz zum Schluss (30–45 Sek. je Seite): Chuck Flap Edge Teppanyaki – dünne Scheiben direkt vor dem Servieren

Alle Cuts nach dem Grillen mindestens 5 Minuten ruhen lassen (auf einem Brett, mit Alufolie locker abgedeckt), bevor du sie schneidest. Und immer: quer zur Faser in dünne Scheiben schneiden.

Die passenden Beilagen und Getränke zum Special-Cut-Tasting

Das Tasting lebt von den Cuts selbst – die Beilagen sollten unterstützen, nicht dominieren. Klassische Begleiter:

  • Salzflocken (Murray River, Maldon) – zur Kristallisation der Steak-Aromen
  • Kräuterbutter – auf die noch warmen Scheiben für einen butterzarten Abschluss
  • Chimichurri (argentinische Kräutersauce) – passt zu allen Cuts
  • Rosmarin-Kartoffeln aus dem Ofen
  • Grüner Salat mit Balsamico – frisch als Gegenspieler
  • Gegrillte Zwiebeln oder Paprika für die Tex-Mex-Note
  • Frisch gebackenes Brot zum Aufsaugen der Fleischsäfte

Als Getränke: Kräftiger Rotwein (Malbec aus Argentinien, Cabernet Sauvignon oder Rioja), ein Stout-Bier für die intensiveren Cuts (Inside Skirt, Hanging Tender), oder ein Bourbon-Whisky on the rocks zum Abschluss.

Weitere Steakpakete und Premium-Cuts entdecken

Das Steakpaket Special Cuts ist für Fortgeschrittene – wer mit den Klassikern starten möchte, findet das Dry Aged Steakpaket mit 4 klassischen Dry-Aged-Cuts, das Filetpaket Wet und Dry Aged für Filet-Liebhaber oder das Triple T-Bone Paket. Wer einzelne Cuts nachbestellen möchte, findet sie alle im Shop: Flank Steak, Hanging Tender, Teres Major, Inside Skirt, Chuck Flap Edge und Spider Steak. Verwandte Cuts: Bavette (Flap Meat), Picanha, Flat Iron Steak. Das komplette Paket-Sortiment findest du in unseren Grill- und Probierpaketen. Mehr zu Special Cuts, Zubereitung und Steakhouse-Tipps gibt's in unserem Magazin mit Steak-Wissen und Rezepten.

Häufig gestellte Fragen zum Steakpaket Special Cuts

Special Cuts (auch Butcher Cuts oder Metzger's Cuts) sind Rindfleisch-Partien abseits der klassischen Steaks wie Filet, Rumpsteak oder Entrecôte:

  • Außergewöhnlich aromatisch, oft stark marmoriert oder besonders zart
  • Aufwändig zu parieren und oft nur in kleinen Mengen pro Rind
  • In Supermärkten praktisch nie zu finden, weil sie im Großhandel in Verarbeitungsprodukten verschwinden

Zu den bekanntesten Special Cuts gehören Flank Steak, Hanging Tender, Teres Major, Skirt Steak, Chuck Flap Edge, Spider Steak, Picanha, Bavette und Flat Iron.

Das Steakpaket Special Cuts enthält 3,25 kg exklusives Rindfleisch, alle Cuts Wet Aged gereift:

Das Paket mit 3,25 kg Rindfleisch reicht je nach Szenario:

  • 4 Personen im mehrgängigen Steak-Tasting (Flight-Format mit je 100–150 g pro Cut)
  • 6–10 Personen beim Steak-Grillabend (alle Cuts gemeinsam als Hauptgericht)
  • Besonderes Geschenk für einen einzelnen Steak-Fan (mehrere Steak-Abende)

Alle Cuts sind einzeln vakuumiert – lässt sich problemlos portionsweise einfrieren.

Wie bei einer Weinprobe: vom Milden zum Intensiven:

  1. Teres Major – zarter Einstieg
  2. Spider Steak – fein und delikat
  3. Chuck Flap Edge Teppanyaki – fruchtig durch starke Marmorierung
  4. Flank Steak – faseriger Charakter
  5. Hanging Tender – leberartige Tiefe
  6. Inside Skirt – intensivster Cut zum Schluss

So gewöhnen sich die Gäste an zunehmend stärkere Aromen und jeder Cut kann seinen Charakter zeigen.

Bei Flank Steak, Skirt Steak und Hanging Tender verlaufen die Muskelfasern sehr lang und ausgeprägt:

  • Mit der Faser schneiden: lange Fleischstreifen, beim Kauen zäh und faserig
  • Quer zur Faser schneiden: Fasern werden kurz zerteilt – Fleisch wirkt zarter und angenehmer im Biss

Das ist die wichtigste Regel für diese Cuts. Bei Teres Major und Spider Steak weniger kritisch, aber trotzdem empfehlenswert.

  • Dry Aged Steakpaket: 4 klassische Steakhouse-Cuts (Rib-Eye, Rumpsteak etc.), mindestens 4 Wochen am Knochen trockengereift – ideal für klassische Steaks in Premium-Qualität
  • Steakpaket Special Cuts (dieses Paket): 6 weniger bekannte Cuts (Flank, Hanging Tender, Teres Major, Skirt, Chuck Flap, Spider), Wet Aged gereift – ideal für Fortgeschrittene und Steak-Tastings

Die Special Cuts sind aromatischer und vielfältiger, die klassischen Dry Aged Cuts zarter und einsteigerfreundlicher.